Energieeffizienzklassen bei Waschmaschinen

Das EU-Energielabel für Waschmaschinen wurde schon 1998 zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs bei Haushaltsgeräten eingeführt. 2011 erweiterten sich die Energieeffizienzklassen für Waschmaschinen, Geschirrspüler und Fernseher von den Klassen A bis G zusätzlich auf die Klassen A+ bis A+++.

Mit dem Label können Verbraucher erkennen, wie viel Strom die Waschmaschine im Jahr verbraucht. Das ist bei den steigenden Energiepreisen ein Vorteil für das Haushaltsbudget. Nach der Höhe des Stromverbrauchs werden die Elektrogeräte in Energieeffizienzklassen eingeteilt. Die wenigste Energie verbraucht ein Gerät der Energieeffizienzklasse A+++. Deutlich schlechter schneidet ein Gerät mit der Energieeffizienzklasse D ab.

Die einzelnen Energieeffizienzklassen

Energieefizienzklassen bei WaschmaschinenUm den Stromverbrauch zu klassifizieren gibt es unterschiedliche Energieeffizienzklassen. Der Energieverbrauch in Prozent stellt sich zu einem älteren Gerät mit einem Stromverbrauch von 100 Prozent wie folgt dar:

  • A+++ : < 46 Prozent
  • A++ : 46 Prozent
  • A+ : 52 Prozent
  • A: 59 Prozent
  • B: 68 Prozent
  • C: 77 Prozent
  • D: 87 Prozent

Bei einem Kilogramm Wäsche drückt sich der Verbrauch in Kilowattstunden (kWh) aus. Geräte der Klasse A+ bis A+++ verbrauchen 0,15 kWh und weniger pro Waschgang. Der Verbrauch in der Klasse A liegt bei weniger oder genau bei 0,19 KWh. Waschmaschinen mit dem Energielabel B verbrauchen zwischen 0,19 kWh bis 0,23 kWh. Noch mehr Strom pro Waschladung verbraucht die Energieeffizienzklasse C von 0,23 kWh bis 0,27 kWh.

Der Verbrauch eines Gerätes der Klasse D liegt zwischen 0,27 kWh und 0,31 kWh. Mit einer Waschmaschine in der Klasse A+++ verbrauchen Sie 20 bis 40 Kilowattstunden weniger im Jahr als mit einem Gerät der Kasse A. Seit 2013 gilt die Klasse A+ bei Waschmaschinen als technischer Mindeststandard.

Wie wird die Energieeffizienzklasse ausgerechnet?

Der Energieverbrauch wird anhand der EU-Labelverordnung auf der Basis von 220 Waschzyklen berechnet. In den Verbrauch fließen die Programme „Baumwolle 60°C“ bei Teil- und Vollbeladung und „Buntwäsche 40°C“ bei Teil- und Vollbeladung ein. Der Wasserverbrauch berechnet sich gleichfalls nach diesen beiden Programmen. Spezielle Programme wie Wolle oder Synthetics und Sonderprogramme wie „Outdoor“ oder „Imprägnieren“ werden außer Acht gelassen.

Welche Daten finden sich noch auf dem Label?

Im oberen Bereich des Energielabels sind der Hersteller und die Typenbezeichnung der Waschmaschine eingetragen. Die Energieeffizienzklassen sind in grünen, gelben, orangenen oder roten Balken dargestellt. Bei den sparsamsten Geräten steht der schwarze Zeiger auf der rechten Seite, der die jeweilige Energieeffizienzklasse angibt, bei den verschieden abgesetzten grünen Balken. Zusätzlich ist die Bezeichnung mit weißen Buchstaben in den schwarzen Zeiger eingedruckt. Auf der rechten Seite, unten den farbigen Balken, finden Verbraucher den Stromverbrauch in kWh bei 220 Waschzyklen im Jahr. Im unteren Bereich sind mehrere blau umrahmte Kästchen aufgedruckt.

Sie zeigen die höchste Beladung in kg, die Geräuschentwicklung beim Waschen und Schleudern in Dezibel (db), den Wasserverbrauch bei 220 Waschzyklen und Schleuderwirkung. Die Ergebnisse der Schleuderwirkung werden in die Klassen A bis G eingeteilt. Während in der Schleuderwirkungsklasse E noch 81 Prozent Restfeuchte vorhanden ist, reduziert sich die Restfeuchte der Wäsche bei bis zur Schleuderwirkungsklasse A bis auf 45 Prozent. Die Waschwirkung wird auf den meisten Labels nicht mehr angegeben. Sie entspricht dem Standard „A“ für alle Neugeräte.

Wer füllt das Energieeffizienzlabel aus?

Für das Label ist der Hersteller verantwortlich. Es muss an jeder neuen Waschmaschine befestigt sein. Händler müssen das Label gut sichtbar an der Außenseite der Waschmaschine befestigen. Die Angabe der Energieeffizienzklasse gehört zu den technischen Parametern einer Waschmaschine. Ab 2013 gilt die Energieeffizienzklasse A+ als Mindeststandard bei allen Waschmaschinen. Das Label erleichtert die Kaufentscheidung.

Fazit

Mit einer Waschmaschine der Energieeffizienzklasse A+++ verbrauchen Sie die wenigste Energie. Mit der Schleuderwirkung A erhalten Sie zudem die trockenste Wäsche. Moderne Waschmaschinen kommen mit einem Minimum an Wasser aus. Die Mehrkosten für eine teurere Waschmaschine amortisieren sich mit den Einsparmöglichkeiten ans Strom und Wasser. Einige Energielabel enthalten zudem Zusatzbezeichnungen wie A -20 oder A-40. Damit wird ein um 20 oder 40 Prozent niedriger Energieverbrauch als bei Geräten der Klasse A angezeigt. Der auf dem Energie-Label angegebene jährliche Stromverbrauch ist das wichtigste Vergleichskriterium beim Kauf einer Waschmaschine.