Waschtrockner oder Wäschetrockner?

Da es mittlerweile auf dem Markt die verschiedensten Möglichkeiten gibt die eigene Wäsche nach dem Waschvorgang zu trocknen, möchten wir Ihnen mit diesem Ratgeber die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Geräte aufzeigen und Ihnen die Möglichkeiten, die diese mehr als 50 Jahre alte Erfindung bietet vorstellen. Der manuelle Trockner wurde bereits sogar im Jahr 1800 erfunden!

Welche Geräte werden angeboten?

Die aktuelle Form wurde im Jahr 1958 von der Firma Miele erdacht. Die heutigen Geräte können im Großen und Ganzen in zwei Arten an Maschinen zur Wäschetrocknung unterteilt werden:

Der Waschtrockner

Waschtrockner bieten das Beste aus zwei Welten, da sie Waschmaschine und Wäschetrockner in einem Gerät gekonnt vereinen. Gerade für Wohnungen mit wenig Platz geeignet verfügen diese Geräte auch über einige Nachteile.

Die Wäsche wird durch das Waschen sehr stark durchnässt dadurch verringert sich der Platzbedarf. Beim Trockenvorgang dehnen sich die Wäschestücke dann wieder aus und benötigen daher mehr Platz.

Früher konnte so nur ca. 50% der Wäsche nach dem Waschvorgang getrocknet werden und die andere Hälfte musste aus der Maschine entfernt werden. Heutzutage ist dem Ganzen aber insofern Abhilfe geschaffen worden, dass die Unternehmen einfach den benötigten Trockenvorgang um die benötigte Zeit verlängert haben.

Die dadurch entstehende längere Dauer führt natürlich zu einem höheren Energiebedarf und damit zu steigenden Kosten. Auch der Wasserverbrauch steigt im Vergleich zu anderen Geräten, da das Kondenswasser über das Abwasser entsorgt wird.

Der klassische Wäschetrockner

Die Wäschetrockner gibt es in drei unterschiedlichen Variationen:

Ablufttrockner

Dieses Gerät gibt die feuchte Innenluft durch einen Schlauch oder auch ein Rohrsystem nach außen ab und bietet sich daher als feste Installation in Ihrem Haus an. Bei unsachgemäßen Einbau und angrenzenden Heizkesseln kann es durch den geringen Unterdruck den ein Ablufttrockner erzeugt dazu kommen, dass die Heizkessel nicht richtig ziehen und so Vergiftungsgefahr besteht.

Trommeltrockner

Hierbei wird die Wäsche wie bei einer Waschmaschine geschleudert und erwärmt. Die Luft inklusive der Feuchtigkeit sammelt sich in der Regel in einem Flusensieb und wird dann nach außen entlassen. Trommeltrockner können die Feuchtigkeit nur bis zu einer maximalen Belastungsgrenze aufnehmen.

Kondensationstrockner

Ein ähnliches System wie beim Ablufttrockner, nur das hier die Luft in einem in sich geschlossenen Kreislauf zirkulieren kann. Das entstehende Kondenswasser wird in einem Auffangbehälter gesammelt und kann von dort als destilliertes Wasser genutzt werden.

Wichtig ist aber das diese Geräte in einem relativ kühlen Umfeld stehen, da sie sonst nicht effizient arbeiten können.
Fazit

Egal ob Sie sich für einen Wäschetrockner oder einen Waschtrockner entscheiden die Wahl sollte davon abhängig sein, welche Präferenzen sie selbst haben, welche baulichen Gegebenheiten vorliegen und selbstverständlich auch vom Einsatzzweck.

Für kleine Wohnungen bietet sich der Waschtrockner als Kombigerät an, für Häuser der Ablufttrockner und für alle anderen Zwecke die Trommel- und Kondenstrockner.

Wir wünschen Ihnen ein frohes Wäschetrocknen!